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Psychologie

    Psychologie hilft Probleme zu lösen oder damit klarzukommen

    Psychologische Aspekte spielen im Laufe eines Klinikaufenthaltes eine große Rolle. Wir richten unsere Aufmerksamkeit dabei sowohl auf die Patienten und Patientinnen als auch auf die Angehörigen. Unsere Schwerpunkte sind:

    Psychologische Diagnostik
    Psychologische Förderung oder Psychotherapie
    Beratung und therapeutische Begleitung der Familie

     

    Diagnostik setzen wir ein, um ein differenziertes Bild der Probleme zu erhalten

    Als Einstieg in die psychologische Begleitung der Kinder und Jugendlichen führen wir meist eine umfassende (neuro-)psychologische Diagnostik durch.

    Sie umfasst, je nach Problemstellung und Auftrag, die Beurteilung der allgemeinen geistigen Leistungsfähigkeit (intellektuelle Funktionen, Denken) sowie der kognitiven Teilleistungen, wie zum Beispiel Gedächtnis, Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Konzentration, Orientierung, Planen und Problemlösen. Dazu kommen emotionales Erleben, Motivation, Persönlichkeit und Verhalten.

    Je nach Fragestellung und Mitarbeit des Patienten setzen wir verschiedene psychologische Methoden ein (aktuelle Testverfahren, Fragebögen oder Interviews):

    Mögliche diagnostische Ziele sind neben der Einschätzung der neuropsychologischen Funktionen, die Erfassung der individuellen Ressourcen, die Einschätzung der Erfolgsaussichten von Therapiemöglichkeiten und die Beurteilung der kognitiven Funktionen im Verlauf.

    Therapie kann Entwicklung fördern und helfen Probleme zu bewältigen

    Wenn wir verstanden haben, welche kognitiven Defizite, emotionalen Störungen oder Traumatisierungen vorliegen, kann unter Berücksichtigung der Grunderkrankung ein geeigneter Therapieansatz oder eine Förderstrategie ausgewählt werden.

    Mögliche Therapieziele sind dabei eine Verbesserung der Hirnleistung, Bewusstwerden und Aufarbeiten traumatischer Erfahrungen oder psychischer Konflikte sowie das Erlernen von Problemlösungsstrategien. Neben akuter Krisenintervention ist es unser Ziel, dass Patienten und Patientinnen wie Angehörige und Familien langfristig von diesen Maßnahmen profitieren.

    Häufig sind emotionale und kognitive Probleme eng miteinander verknüpft, sodass kognitive und psychotherapeutische Therapieansätze ineinandergreifen.

    In psychotherapeutischen Einzel- bzw. Gruppenbehandlungen bieten wir den Kindern und Jugendlichen Unterstützung an bei

    • verschiedenen psychischen Problemen bzw. Reaktionen (Ängste, Trauer, Unsicherheit, Aggressionen, zwanghaftem Verhalten)
    • der Auseinandersetzung mit ihrer Behinderung, deren Ursache und der Reaktionen der Umwelt
    • der Bearbeitung von traumatischen Erlebnissen
    • der Integration der Veränderungen in den persönlichen Lebenslauf und der Erarbeitung neuer Zukunftsperspektiven
    • der vorübergehenden Trennung von zu Hause

    Die psychotherapeutischen Angebote stimmen wir stets individuell auf die Personen und die möglichen Behinderungen ab. Darüber hinaus bieten wir bei Bedarf psychotherapeutische Gespräche, klientenzentrierte Kinderpsychotherapie, familientherapeutische Ansätze sowie individuell angepasste Techniken aus verschiedenen Therapieschulen an, zum Beispiel Ressourcenaktivierung, Entspannungsverfahren und traumaspezifische Interventionen.

    Auf Grundlage der psychologischen Diagnostik und Kenntnis der Grunderkrankung erfolgt eine gezielte individuelle Förderung.

    Diese umfasst das Erlernen von Fertigkeiten, um sich im Alltag besser zurecht zu finden und von kompensatorischen Strategien (Gedächtnisstrategien etc.). Dazu kommen funktionelle Übungsbehandlung von Konzentration, Aufmerksamkeit oder Wahrnehmung sowie die Gestaltung des Umfelds in der Klinik und zu Hause durch Orientierungshilfen und Anleitung der Bezugspersonen.

    Beratung und therapeutische Begleitung der Familie

    Beratung und therapeutische Begleitung der Familie

    Insbesondere bei langen, belastenden Klinikaufenthalten können psychologische Gespräche eine wichtige Maßnahme sein, um die Betroffenen zu begleiten und zu unterstützen. Neben den Patienten und Patientinnen stehen deshalb auch Eltern, Familie oder anderen Bezugspersonen im Fokus unserer Bemühungen.

    Hier bieten wir psychologische Gespräche mit unterschiedlichen, der jeweiligen Situation entsprechenden Inhalte. Zum Beispiel:

    • Beratung bezüglich des Entwicklungsstandes/-prozesses
    • Möglichkeiten der Entlastung für die Familie
    • Hilfestellung zur Bewältigung von Krisensituationen
    • spezifische Fragen zur Erziehung
    • die Situation von Geschwistern und weiteren Angehöriger
    • Prüfung und Beratung über weiterhin notwendige Unterstützung nach dem stationären Aufenthalt

    Unser Ziel ist es dabei, Unterstützung und Hilfen zu geben, um die emotionale Bedeutung der Geschehnisse zu finden, Hoffnungen realistisch zu gestalten oder Lösungen für eng umschriebene Thematiken zu erarbeiten.

    Kontakt

    Christian Franz
    Leitender Psychologe

    Telefon: 07084 928 159
    E-Mail: christian.franz@kiklisch.de