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Bild: Luftaufnahme der Kinderklinik in den siebziger Jahren

Kinderklinik Schömberg

    Unsere Geschichte

    Die Kinderklinik Schömberg gehört zu den ersten kinderneurologischen Fachkrankenhäusern in Deutschland.

    1971 verdeutlichte eine Stellungnahme des Innenministeriums Baden-Württemberg den Mangel an Einrichtungen zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung. Klar war damals, dass dieses Problem nur mit den unkonventionellen Möglichkeiten einer Elternselbsthilfe gelöst werden konnte. Es sollte eine Spezialklinik für die besonderen Bedürfnisse von Kindern mit neurologischen Erkrankungen und Behinderungen entstehen. Ziel war die Verbindung von einer kindgerechten Klinik für Kinder und Jugendliche mit Behinderung und intensiver Familien- und Sozialarbeit.

    2025 – große Veränderungen entstehen aus einer gemeinsamen Vision

    In Maulbronn und Schömberg haben sich seit vielen Jahren zwei Kliniken darauf fokussiert, Kindern und Jugendlichen mit neurologischen und sozialpädiatrischen Erkrankungen bestmöglich zu helfen. Beide Häuser haben sich durch ihre Spezialisierung, Erfahrung und ihr Engagement einen besonderen Platz in der Versorgung erarbeitet und sind dabei stetig gewachsen.

    Mit der Zeit wurde klar: Um noch mehr für junge Patientinnen und Patienten sowie ihre Familien erreichen zu können, braucht es neue Wege der Zusammenarbeit. So entstand die Idee, Kräfte zu bündeln.

    Im Jahr 2025 wurde mit der Gründung des Deutschen Zentrums für Kinderneurologie und Sozialpädiatrie ein neuer Meilenstein gesetzt. Das Kinderzentrum Maulbronn und die Kinderklinik Schömberg schließen sich zusammen, um ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihre Kapazitäten zu vereinen. Gemeinsam entsteht damit nicht nur das größte eigenständige Kinderkrankenhaus in Baden-Württemberg, sondern auch eine der bedeutendsten Einrichtungen für Kinderneurologie in Deutschland.

    Das Ziel ist klar: eine noch bessere, umfassendere und stärker vernetzte Versorgung für Kinder und Jugendliche – stationär, ambulant und über regionale Grenzen hinaus. Aus zwei starken Partnern wird eine gemeinsame Zukunft im Dienst der Gesundheit von Kindern.

    2022 – Jubiläumsjahr

    Was vor einem halben Jahrhundert mit der Initiative eines Elternselbsthilfevereins begann, hat sich stetig weiterentwickelt. Die Kinderklinik Schömberg trägt dazu bei, Kindern und Jugendlichen mit neurologischer Erkrankung oder bleibender Behinderung einen angemessenen Behandlungsrahmen zu geben. Dies gilt gleichermaßen für die Akutbehandlung wie auch für rehabilitative Inhalte.

    Seit 50 Jahren setzen wir uns für Gleichberechtigung und Teilhabe sowie bestmögliche Entwicklungschancen von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung ein. Vergleicht man die hierfür inzwischen bestehenden Behandlungsmöglichkeiten mit denen vor 50 Jahren, ist dies sicherlich eine Erfolgsgeschichte und ein Grund zu feiern. Genauso sind 50 Jahre Kinderklinik Schömberg eine Verpflichtung, den medizinischen und technischen Fortschritt auch weiterhin einer besonders unterstützungsbedürftigen Gruppe ganz besonderer Menschen zu Teil werden zu lassen. Aus unserem Selbstverständnis heraus muss eine Gesellschaft auch immer daran gemessen werden, wie gut es ihr gelingt, für ihre Schwächsten zu sorgen.

    Seit 2019 – mit neuer Führungsriege ins neue Jahrzehnt

    Seit 2019 findet abteilungsübergreifend ein Generationenwechsel statt. Die Küchenleitung, die Verwaltungsleitung, die Pflegedienstleitung sowie die Geschäftsführung und ärztliche Leitung gehen in den Ruhestand. Dr. med. Tobias Renk übernimmt die Leitung der Klinik. Bis 2024 werden altersbedingt die Stellen der Kliniksozialarbeit, des stellvertretenden ärztlichen Direktors und der Therapieleitung nachbesetzt.


    2017 – eine weitere Station entsteht

    Das Bettenhaus wird mit einer spektakulären baulichen Maßnahme, der größten Dachanhebung Süddeutschlands, aufgestockt und um die Station D erweitert.

    2010 bis 2011 – neue Räumlichkeiten

    Neubau eines Therapie-, Schul- und Verwaltungsgebäudes; Renovierung der verbleibenden Altgebäude, barrierefreie und familienfreundliche Neugestaltung des Außengeländes.

    2010 – Verwaltungskooperation

    Die Kinderklinik Schömberg kooperiert mit dem Klinikum Stuttgart.

    2006 – stationäre Nachbehandlung nach neuroorthopädischen Eingriffen

    Nachdem postoperative Behandlungen in Einzelfällen schon länger erfolgen, kooperiert die Klinik zunehmend mit großen pädiatrischen Zentren der Neuroorthopädie. Sie führt nun regelmäßig entsprechende Nachbehandlungen durch. Auch die Anpassung des postoperativ geänderten Hilfsmittelbedarfes erfolgt im Haus.

    2005 – neue Leitung und neue Therapiewege

    PD Dr. med. Gerhard Niemann übernimmt die Leitung der Kinderklinik.

    Ab 2005 erfolgt regelmäßig die Versorgung langzeitbeatmeter Patienten, das medizinisch-pflegerische Team bildet sich konsequent in der Versorgung heimbeatmeter Kinder weiter. Zunehmend werden Patienten zur Kontrolle und Neueinstellung der Heimbeatmung aufgenommen. Inzwischen ist die Versorgung dieser Patienten zu einem festen Bestandteil des Behandlungsspektrums der Kinderklinik geworden.

    2001 – die Klinik wird erwachsen

    Die Kinderklinik Schömberg gGmbH wird eigenständiges Tochterunternehmen der Reha-Südwest für Behinderte gGmbH. Geschäftsführung und Klinikleitung übernimmt Norbert Pietsch, die ärztliche Leitung liegt weiterhin in den Händen von Dr. med. Wilfried Diener.

    2000 – alles neu

    Der Neubau ist bezugsfertig. Mit einer Qualitätsinitiative wird die Klinik neu organisiert. Das Schömberger Modell genießt breite Akzeptanz in Fachkreisen bzw. diente inzwischen als Grundlage mehrerer Weiterentwicklungen.

    1999 – „Herzenssache“

    Die Aktion „Herzenssache“ fördert mit einer Spende von zwei Millionen DM den Neubau eines Betten- und Pflegebereichs.

    Dr. med. Wilfried Diener wird Leiter der Kinderklinik und tritt die Nachfolge des langjährigen Klinikleiters Dr. med. Dieter Hauf an.

    1996 – Schluckdiagnostik an der Kinderklinik

    Mit dem Hals-Nasen-Ohrenarzt-Arzt Dr. Carl-Albert Bader aus Calw, beginnt eine Kooperation, um Auffälligkeiten beim Schluckakt oder der Versorgung mit Treachealkanülen endoskopisch im Haus einschätzen zu können. Prof. Dr. Raimund Böckler setzt diese Kooperation bis heute fort, zunehmend unterstützt durch Dr. Tobias Renk, der die entsprechende Fachkompetenz ebenfalls erworben hat.

    1994 – die klinische Sozialarbeit wird etabliert

    Mit der Schaffung einer Stelle für klinische Sozialarbeit wird die bisherige Elternbetreuung professionalisiert. Die Familien können sich vor Ort bei allen sozialrechtlichen Fragestellungen beraten lassen und werden bei der Beantragung von Sozialleistungen unterstützt.

    1992 – Stadionbesuche beim KSC

    Von einem Ergotherapeuten ins Leben gerufen sind die regelmäßigen Ausflüge von Patienten und Klinikmitarbeitern ins „Wildparkstadion“ zu den Heimspielen des Karlsruher SC bis heute ein Highlight für manchen Patienten der Kinderklinik.

    1980 bis 1982 – neue Therapiemöglichkeiten

    Ein neuer Zwischentrakt mit Schwimmbad und neuen Therapieräumen entsteht.

    1977 – Bobath-Kurse Schule

    Es findet der erste Weiterbildungskurs für die Behandlung auf entwicklungsneurologischer Grundlage nach dem Bobath-Konzept (https://www.bobath-konzept-deutschland.de/) statt.

    1976 – erweitertes Behandlungs- und Therapiespektrum

    In den Anfängen konzentrierte sich die Behandlung auf Kinder mit früh erworbenen Bewegungsstörungen, beispielsweise Spastiken. Seit 1976 behandeln die Spezialisten mehr und mehr Kinder und Jugendliche, die nach normaler frühkindlicher Entwicklung eine Hirnschädigung erlitten, etwa nach Unfällen. Therapeutisches Reiten ergänzt das Therapieangebot.

    1975 – eine ganz besondere Schule

    Das Oberschulamt Karlsruhe genehmigt die Klinikschule als staatlich anerkannte Schule. Angeschlossen ist ein Schulkindergarten. Die Klinikschule ist heute ein privates Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) für Kinder und Jugendliche in längerer Krankenhausbehandlung.

    Von Anfang an sind Eltern in den Behandlungsprozess einbezogen. Eine Elternbetreuerin übernimmt organisatorische und fachliche Aufgaben dieser Eltern-Kind-Schulung.

    1974 – Ärzte-Weiterbildung startet

    Die Kinderklinik wird unter Führung von Dr. med. Dieter Hauf zur Weiterbildungsstätte für das Fach Kinderheilkunde.

    1971 bis 1973 – Wie alles begann

    Der Verein „Rehabilitationszentrum für mehrfachbehinderte Kinder- und Jugendliche e.V. Karlsruhe“ pachtet 1971 unter seinem damaligen Vorsitzenden, Prof. Dr. med. Oskar Vivell, das Privatsanatorium der Dr. Schlitz KG mit einjähriger Kaufoption.  1972 wurde das Gebäude rollstuhlgerecht umgebaut und die ersten Patienten konnten behandelt werden. Mit dem Kauf 1973 entsteht die „Körperbehinderten-Kinderklinik“ in Schömberg, eine überregionale Fachklinik für die Langzeitbehandlung von Kindern und Jugendlichen mit Bewegungsstörungen und Mehrfachbehinderung.